Zwölf Menschen bei Busunglück in Ungarn gestorben
Polizei: Busfahrer eingeschlafen Der Unfall ereignete sich nach Polizeiangaben gegen 1.00 Uhr morgens. Der Bus war auf der Autobahn M3 bei Mezőkeresztes, etwa 140 Kilometer östlich von Budapest, von der Fahrbahn abgekommen und in den Straßengraben gestürzt. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war der Fahrer bei der Fahrt in der Nacht zum Sonntag am Lenkrad eingeschlafen. Die Behörde nahm ihn anschließend fest. Pilgergruppe im Bus Die Behörden der polnischen Woiwodschaft Karpatenvorland teilten nach Angaben der Agentur PAP mit, dass es sich um eine Pilgergruppe aus der Region gehandelt habe. Der Reisebus war auf dem Rückweg aus Bosnien und Herzegowina über Serbien nach Polen. An Bord befanden sich 59 Menschen – 57 Passagiere und zwei Busfahrer. Elf Menschen starben an der Unfallstelle, ein weiterer später im Krankenhaus. Zehn Menschen wurden schwer, die übrigen 37 Insassen leicht verletzt. 14 Rettungswagen waren im Einsatz. Bilder ungarischer Medien zeigten Kräne, mit denen das Wrack aus dem Straßengraben gehoben wurde. Ungarn und Polen erschüttert Regierungschef Magyar sprach den Familien der Toten sein Beileid aus Er dankte außerdem den Einsatz- und Rettungskräften am Unfallort. Es war der schwerste Unfall in Ungarn seit 2003, als ein Zug an einem Bahnübergang in einen deutschen Reisebus raste. Damals waren 33 Menschen gestorben. Der polnische Präsident Karol Nawrocki zeigte sich erschüttert. "Im Angesicht dieser unvorstellbaren Tragödie, die uns alle berührt, bin ich im Gebet und tiefsten Mitgefühl mit den Familien und Nächsten der Opfer verbunden", schrieb der 43-Jährige bei X. Mit Informationen von AFP und dpa