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61 Prozent Ökostrom, warum Deutschlands Betriebe trotzdem von Öl und Gas abhängig bleiben

Wirtschaft/Finanzen

Deutschland deckt so viel Strom aus erneuerbaren Energien wie nie zuvor. Doch die Abhängigkeit von Energieimporten bleibt hoch, und viele Unternehmen kämpfen weiter mit steigenden Kosten.

Wer seine Energieversorgung selbst in die Hand nimmt, kann diese Risiken verringern. Der kostenlose Energiecheck Betrieb zeigt, worauf es dabei ankommt, von Solarstrom bis zum intelligenten Energiemanagement.

Köln, 27. Oktober 2026. Deutschland kommt bei der Energiewende voran. In den ersten neun Monaten dieses Jahres deckten erneuerbare Energien bereits 60,7 Prozent des deutschen Stromverbrauchs. Das sind vier Prozentpunkte mehr als im Vorjahreszeitraum und ein neuer Rekord für die ersten drei Quartale. Die Zahlen stammen vom Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) und dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), über die unter anderem die ZEIT und die Deutsche Börse berichten.

Doch der Erfolg beim Ökostrom verdeckt ein anderes Problem: Deutschland bleibt bei seiner gesamten Energieversorgung stark auf Importe angewiesen. Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen mussten 2025 noch 65,6 Prozent des Energiebedarfs aus dem Ausland gedeckt werden. Beim Mineralöl lag die Importquote bei 96 Prozent, bei Erdgas bei 89 Prozent. Internationale Krisen und schwankende Energiepreise bleiben damit ein erhebliches wirtschaftliches Risiko.

Energie selbst erzeugen, statt nur teuer einkaufen

Für mittelständische Unternehmen stellt sich deshalb eine grundsätzliche Frage: Wie viel Energie müssen sie künftig überhaupt noch einkaufen? Und wie lässt sich der eigene Bedarf möglichst wirtschaftlich decken?

Dabei geht es längst nicht mehr nur um Solarmodule auf dem Firmendach. Batteriespeicher, Wärmepumpen, Ladeinfrastruktur und intelligente Energiemanagementsysteme können zusammenwirken, um selbst erzeugten Strom besser zu nutzen, Lastspitzen zu begrenzen und fossile Energieträger teilweise zu ersetzen.

Welche Möglichkeiten ein Standort dafür bietet, lässt sich mit dem kostenlosen Energiecheck Betrieb zunächst einordnen. Fünf kurze Fragen zu Stromverbrauch, Betriebszeiten, verfügbaren Flächen und künftigem Energiebedarf liefern eine erste Orientierung. Ein kostenloser Leitfaden und eine unverbindliche Erstberatung helfen bei der weiteren Planung.
Hohe Energiekosten bremsen Unternehmen aus

Dass die Frage drängt, zeigen die Zahlen der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK). Laut Energiewende-Barometer 2026 berichten 49 Prozent der befragten Unternehmen von gestiegenen Stromkosten. Bei Wärme, insbesondere Gas, Fernwärme und Heizöl, sind es sogar 67 Prozent. Für viele Betriebe wird Energie damit zunehmend zu einer Frage ihrer Wettbewerbsfähigkeit.

Gerade Logistikzentren, Produktionsbetriebe, Autohäuser und Handelsunternehmen verfügen häufig über große Dachflächen und einen erheblichen Strombedarf. Sie können einen Teil ihrer Energie selbst erzeugen und direkt verbrauchen. Batteriespeicher und ein intelligentes Lastmanagement können helfen, den Eigenverbrauch zu erhöhen und teure Leistungsspitzen zu vermeiden.

Doch nicht jede Investition rechnet sich automatisch. Ein Betrieb mit hohem Tagesverbrauch hat andere Voraussetzungen als ein Unternehmen, dessen Maschinen vor allem nachts laufen. Entscheidend sind das tatsächliche Lastprofil, die verfügbaren Flächen, der Netzanschluss und der künftige Energiebedarf.

Weniger Abhängigkeit statt unrealistischer Autarkie

Vollständig unabhängig vom Stromnetz werden die wenigsten Unternehmen. Darum geht es auch nicht. Wirtschaftlich interessant ist vielmehr, den Energiezukauf schrittweise zu verringern und einen größeren Teil der Versorgung langfristig kalkulierbar zu machen.

Eigener Solarstrom senkt zunächst den Bedarf an Netzstrom. Die Abhängigkeit von Öl und Gas lässt sich zusätzlich reduzieren, wenn sich Wärmeversorgung, Fuhrpark oder betriebliche Prozesse sinnvoll elektrifizieren lassen.

Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, wie viele Solarmodule auf ein Dach passen, sondern welches Energiesystem langfristig zum Betrieb passt.

Der kostenlose Energiecheck Betrieb bietet dafür einen ersten Einstieg, ohne Registrierung und ohne Verpflichtung zu einer anschließenden Beratung.

Weitere Informationen, kostenloser Energiecheck und Leitfaden:
https://energiecheck-betrieb.de/

Beides ersetzt keine technische Planung und keine individuelle Wirtschaftlichkeitsberechnung. Aber es hilft dabei, die richtigen Fragen zu stellen, bevor ein Unternehmen über mehrere hunderttausend Euro Investition entscheidet. Seriöse Anbieter werden dies zu schätzen wissen.

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Über den Energiecheck Betrieb

Der Energiecheck Betrieb ist ein redaktionelles Informationsangebot der Kölner infokontor GmbH. Es unterstützt Unternehmen bei der ersten Einschätzung ihrer Möglichkeiten in den Bereichen Photovoltaik, Batteriespeicher, Energiemanagement und Ladeinfrastruktur. Für eine optionale persönliche Beratung besteht eine Kooperation mit erfahrenen Energieberatern. Die redaktionellen Inhalte und die Auswertung des Energiechecks werden unabhängig erstellt.

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