Jubiläumsveranstaltungen in Sanxingdui und Jinsha rücken Bronzekultur des Jangtse-Oberlaufs in den Mittelpunkt
Vor Kurzem fanden im Sanxingdui-Museum in der Provinz Sichuan und im Jinsha-Stättenmuseum in Chengdu Feierlichkeiten zum 40.
Jahrestag der Entdeckung der Opfergruben von Sanxingdui bzw. zum 25. Jahrestag der archäologischen Entdeckung der Jinsha-Stätte statt. Die beiden Fundorte liegen nur etwa 40 Kilometer voneinander entfernt - einer nördlich, der andere südlich - und zeichnen gemeinsam die Entwicklung der bronzezeitlichen Kultur im Oberlauf des Jangtse nach.
- Vierzig Jahre seit einer weltbewegenden Entdeckung
Im Jahr 1986 wurden in Sanxingdui zwei Opfergruben entdeckt. Der große bronzene Standbild, der bronzene heilige Baum und zahlreiche weitere Fundstücke sorgten weltweit für Aufsehen und veränderten das Verständnis der bronzezeitlichen Kulturen Chinas grundlegend. Seit 2019 wurden in sechs neu entdeckten Opfergruben mehr als 10.000 weitere Artefakte freigelegt.
Auf dem internationalen Symposium, das vom 24. bis 26. Juli in Guanghan stattfand, diskutierten Wissenschaftler über die Stadtstruktur des antiken Sanxingdui, sein Opfersystem sowie die Konservierung antiken Elfenbeins. Sanxingdui gilt heute als eine der bedeutendsten Fundstätten zum Verständnis der frühen kulturellen Austauschprozesse zwischen dem Oberlauf des Jangtse, der Zentralebene und Eurasien. Die Funde belegen, dass das Jangtsebecken ebenso wie das Gelbe-Fluss-Becken eine bedeutende Wiege der chinesischen Zivilisation war.
- Fünfundzwanzig Jahre kontinuierlicher Forschung
Die im Jahr 2001 entdeckte Jinsha-Stätte gilt als politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum, das nach dem Niedergang der Sanxingdui-Kultur entstand. Fundstücke wie der Goldschmuck "Sonne und Unsterbliche Vögel" sowie Cong-Röhren aus Jade belegen sowohl die Kontinuität zur Sanxingdui-Kultur als auch ausgeprägte lokale Besonderheiten. Mehr als 20 Fragmente von Schildkrötenpanzern mit Orakelinschriften aus der Shang- und Zhou-Zeit liefern wichtige Belege für die Verbindungen zwischen dem alten Shu-Reich und der Zentralebene.
Auf dem Symposium am 22. Juli in Chengdu berichteten Wissenschaftler, dass die in Jinsha entdeckten Schildkrötenpanzer zwar ihre lokalen Merkmale bewahrten, zugleich aber einen deutlichen Einfluss der Ritualsysteme der Shang- und Zhou-Dynastien erkennen lassen. Diese Erkenntnisse bestätigen einen intensiven Austausch zwischen den beiden Regionen bereits vor mehr als 3.000 Jahren.
Die gemeinsame Erforschung der Fundstätten Sanxingdui und Jinsha stellt die traditionelle, auf die Zentralebene ausgerichtete Sichtweise infrage und erkennt sowohl das Jangtse- als auch das Gelbe-Fluss-Becken als Wiegen der chinesischen Zivilisation an. Ausgegrabene Kaurischnecken, Elfenbein sowie Jadefunde belegen weitreichende frühe Handelsnetzwerke und zeugen von der langen Geschichte der "Südlichen Seidenstraße". Fortschritte bei den Technologien zur Konservierung archäologischer Fundstücke leisten zudem einen wichtigen Beitrag zum internationalen fachlichen Austausch.
Jubiläumsveranstaltungen ,Sanxingdui
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