Kunst: Marita Vollborn verweigert Ausstellung von "ARES" in den USA
Die deutsche Bildhauerin und Journalistin Marita Vollborn will ihre auf der Chianciano Biennale 2026 vorgestellte Bronzeskulptur "ARES" vorerst nicht in den Vereinigten Staaten ausstellen.
Sie begründete dies mit dem Zustand der demokratischen Kontrollmechanismen unter US-Präsident Donald Trump. Solange die Checks and Balances nicht wieder verlässlich funktionierten und Reisen für kritische Stimmen nicht vorhersehbar sicher seien, konzentriere sie sich auf europäische und internationale Plattformen.
Die Entscheidung wird in der aktuellen Folge des RTL+-Formats "Diagnose Deutschland" thematisiert. Zwei KI-Moderatoren diskutieren darin über die politische Dimension der Weigerung. Vollborn ist Selected Artist der Chianciano Biennale 2026 in der Toskana, wo "ARES" vom 15. bis 29. August ausgestellt wird.
Die 2015 entstandene Skulptur ist nach dem griechischen Kriegsgott benannt und setzt sich mit Militarismus, Gewalt und der Profitorientierung hinter Konflikten auseinander. Vollborn betonte in Interviews, es handele sich nicht um einen Boykott aus Feindschaft, sondern um eine bewusste Entscheidung aus Prinzip. Die Wahl des amerikanischen Präsidenten durch die Wähler respektiere sie; die Aushöhlung institutioneller Kontrollen akzeptiere sie jedoch nicht.
Vollborn, 1965 in Erfurt geboren, arbeitet seit 2010 intensiv als Bildhauerin. Ihr Projekt "Sinn und Scherben" umfasst zahlreiche Arbeiten in Ton und Bronze. Neben der künstlerischen Tätigkeit ist sie als Wissenschafts- und Wirtschaftsjournalistin sowie Autorin tätig.
ARES, Marita Vollborn, Trump, USA, Chianciano
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